August 2007 - dieplattelebt

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August 2007

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Erste Erfolge sind sichbar

„Die Platte lebt e. V.“ sucht weitere Mitstreiter

Sie kann sich durchaus sehen lassen - die Bilanz 2006, die der Vorstand des eingetragenen Vereins „Die Platte lebt“ kürzlich den Mitgliedern vorlegte. Immerhin war er als Dachverband für den Großen Dreesch, Neu Zippendorf und das Mueßer Holz Initiator und Mitorganisator für 22 Projekte, vom Trödelmarkt bis zum Stadtteilfest. In der Stadtteilbibliothek am Berliner Platz erlebten zahlreiche Besucher die monatliche Reihe des Vereins „Neu Zippendorf liest“, in der Hobbyautoren ihre Bücher und Texte vorstellten.

Partner und Prominente

Bei den meisten Veranstaltungen konnte sich die „Platte“ auf die gute Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Einrichtungen stützen, etwa mit dem Bauspielplatz Schwerin e.V., dem Nachbarschaftstreff „Hand in Hand“ der SWG, dem Feizeittreff „Deja vu“ der AWO oder dem Landessportbund. Prominenteste Vereinsmitglieder sind die drei Landtagsabgeordneten des Wahlkreises 9, Dr. Armin Jäger (CDU), Jörg Heydorn (SPD) und Helmut Holter(Die Linke).

AG Dreesch-Museum

Mitte März 2006 bildete sich die Arbeitsgruppe Dreesch-Museum, die eine ständige Ausstellung über die Entwicklung des Plattenbaugebietes anstrebt. Mit einer ersten Schau stellte sie sich im vorigen Sommer im Stadtteilbüro Neu Zippendorf vor - Ergebnis: Viele ehemalige und jetzige Bewohner kamen und gaben weitere Hinweise und Anregungen. Daraus entwickelte sich die Reihe „Erzähl-Café“, in der zahlreiche „Dreescher“ - wenn teilweise auch noch etwas zögerlich - ihre Erinnerungen kund taten. Im November und Dezember fanden drei solcher Cafés statt.

Fortsetzung folgt!

Was sich bewährt hat, führt der Verein 2007 fort, zum Beispiel die Reihe „Neu Zippendorf liest“ und die „Erzähl-Cafés“. Dabei ist er immer auf der Suche nach neuen Mitstreitern. Interessenten melden sich am besten direkt bei der Vereinsvorsitzenden Hanne Luhdo im Stadtteilbüro Mueßer Holz. Telefon: 2000977. ric

Zu den Veranstaltungen des Vereins gehören auch die Lesungen in der Stadtteilbibliothek. Hier Dr. Armin Jäger mit seiner Frau bei der Lesung von Karl-August Puls. Foto: hl
Erstklässler in Stadtteilbibliothek

„Woher kommen die ganzen Bücher?“, „Warum gibt es hier so kleine Stühle“? und „Wie wurde die Bibliothek gebaut?“ Das waren Fragen, die die Mädchen und Jungen der 1a und 1b der Grundschule am Mueßer Berg interessierten, als sie im Juni mit ihren Lehrerinnen Gerlinde Ziesak und Christiane Schimkat die Stadtteilbibliothek am Berliner Platz besuchten.

Die Leiterin, Martina Kuß, gab nicht nur dazu Auskunft, Unter dem Motto „Gesund und fit in die Ferien“ feierten die Schülerinnen und Schüler der Astrid-Lindgren-Schule zum Abschluss des Schuljahres ein riesiges Fest. Zum Auftakt begaben sich die Klassen gestaffelt auf eine Rallye rund um den Faulen See. Hier erwarteten sie mehrere Stationen, die getreu dem Motto des Tages verschiedene Möglichkeiten einer gesunden und aktiven Lebensweise aufzeigten. Mit der Absolvierung des Kurses konnten alle Schüler und Lehrer der Schule Meilen für den „Olympiameile Meilenpass“ sammeln. Dieser wurde sofort am Stand der AOK, die uns dankenswerterweise mit Geschicklichkeitsspielen in unserem Vorhaben unterstützte, abgegeben. Viele Karten landeten so im großen Lostopf, nun müssen wir nur noch kräftig die Daumen drücken. Nach der Rückkehr zur sondern erklärte auch geduldig, was die unterschiedlichen Farben in den Bücherregalen bedeuten und wie das Ausleihen funktioniert. Bevor die Schüler dann nach Herzenslust in den Bücherregalen stöbern konnten, gab es noch eine kleine Lesung. Carola Hoffmann erzählte den Mädchen und Jungen vom alten Teddybär namens Gustav und Hanne Luhdo las die Geschichte „Der Streit der Buchstaben“

Die Erstklässler lauschten gespannt der Geschichte. Foto: hl
Die Geschichte mit dem Klavier

Erinnerungen an Nachbarn vor 25 Jahren

Bei den „Erzähl-Cafés“, zu denen der Stadtteilverein „Die Platte lebt e.V.“ in den zurückliegenden Monaten eingeladen hatte, kamen auch zwei interessante Begegnungen mit dem bekannten Schweriner Schauspieler und Sänger Kurt Nolze zur Sprache. Frank Sembritzki erinnerte sich an die Geschichte mit dem Klavier 1980: Eines Tages machte sich in der Pilaer Straße eine Firma aus Berlin zu schaffen. Auf dem Dach des Hauses, in das auch Kurt Nolze einzog, baute sie einen Dreibock mit einem Arm auf, also einen Flaschenzug. Dann wurde an der Wohnung des Schauspielers die Balkonbrüstung abgebaut, danach die Loggiawand. Das gesamte Material transportierte man per Fahrstuhl nach unten. Was nun wohl passierte? Wir guckten neugierig. Ein Klavier wurde herangeschafft und an der Hauswand mühsam nach oben gewuchtet, in Nolzes Wohnzimmer, denn das war für dieses sperrige Stück auf normalem Weg über die Treppen nicht erreichbar. Nach der Prozedur wurde alles wieder sorgfältig in den vorherigen Zustand zurückversetzt: Loggiawand und Balkonbrüstung. Lange hielt es Kurt Nolze hier allerdings nicht aus. Nach einem halben Jahr zog er weiter. Ob das Klavier auf die umgekehrte Weise wieder abtransportiert wurde, weiß ich nicht mehr. Übrigens: Die Zahl der weiblichen Fans war schon damals ziemlich groß: Jeden Abend lauerten sie dem Mimen vor dem Hauseingang regelrecht auf. Für uns damals 16-, 17-jährige Bengels gab so etwas reichlich Stoff für mehrdeutige Anspielungen. Nächtliche Ruhe trat im Umfeld erst nach Nolzes Wegzug ein. Auch Wilfried Wollmann hatte über ihn eine Anekdote parat: Eines Nachmittags im Sommer 1980 sollte unser Ältester wie stets seinen Mittagsschlaf halten; das Kinderzimmer befand sich zur Hofseite. Natürlich gefiel unserem damals vierjährigen Sohn dies nicht. Das Fenster war nur angeklappt. Da klingelte es unten an der Haustür. Ich ging hinunter. Kurt Nolze hatte etwas beobachtet. „Hallo, Herr Wollmann! Seien Sie ganz ruhig und schauen Sie vorsichtig nach rechts oben. Das ist doch Ihr Sohn, der da im Fenster steht?" Tatsächlich. Unser Junge war neugierig durch die Gitterstäbe aus seinem Bett gekrochen, stand nun auf dem Fenstersims und hielt sich am Rahmen fest. „Wirst du wohl ins Zimmer zurückgehen, du Lümmel“, rief ich ihm zu und machte, dass ich so schnell wie möglich zu ihm kam. Dass nichts Schlimmeres passierte, danke ich dem Schauspieler, der damals mein Nachbar war. ric
 
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